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Sonntag, 25. Februar 2018
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Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Neukirchen


am 9. November 2017 um 18:30 Uhr an der ehemaligen Synagoge in der Untergasse. „Die Juden Neukirchens waren angesehene Bürger. Die örtlichen Vereine zählten sie zu ihren Mitgliedern und zur Kirmes wurde ihnen eigens ein besonderes Ständchen gespielt.“ So beschreibt Barbara Greve in ihrem Buch „Eine kleine Stadt in Hessen“ die soziale Eingebundenheit der jüdischen MitbürgerInnen vor 1933. Nur fünf Jahre später war ihre Ausgrenzung so weit fortgeschritten, dass sie sich der Gewalt brutaler Schläger ausgesetzt sahen, ihr Gotteshaus zerstört wurde und ihre heiligen Schriften auf dem Marktplatz verbrannt wurden. ...->

An der ehemaligen Synagoge, November 2016

Was als exzessive Gewalttätigkeit gegen die Minderheit begann, endete mit der Vernichtung der jüdischen Gemeinde.
Schülerinnen des Fachbereichs Religion der Steinwaldschule Neukirchen zeigen den Prozess der Ausgrenzung am Schicksal der Familie Bachrach auf, die am Marktplatz einen Kolonialwarenhandel betrieb. An ihrem Beispiel machen sie konkret nachvollziehbar, was es heißt, auf Grund einer diffusen Vorstellung von einer „homogenen Volksgemeinschaft“ nicht als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft akzeptiert zu werden.

Schülerinnen und Schüler der Melanchthon-Schule greifen den aktuellen Aspekt der historischen Ereignisse auf und erläutern Erscheinungsformen und Funktion des Rechtsextremismus heute.

Am 9. November 2017 findet um 18:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung an der ehemaligen Synagoge in der Untergasse unter Beteiligung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden statt. Die obengenannten Programmpunkte beginnen  um 18.50 Uhr im Sitzungsaal des Rathauses.

27.10.17 07:29 - Kategorie: Aktivitäten, Presse 2017